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Dschingis Khan in der Kirche

Frühjahrskonzert von HippoBrass - ein Bericht von Dorit Stehr

Warum geht man in Amelinghausen sonntags gelegentlich zweimal in die Kirche? Nun, sicher nicht in der Gewissheit, dort abends auf einen Mongolenfürsten aus dem frühen 13. Jahrhundert zu treffen. Nein, im Frühjahr gibt es nach einer tiefsinnigen Predigt am Vormittag, am 19. April von Prädikant Hartmut Schulz gehalten, abends das Konzert von HippoBrass. Und da ist die Kirche dann ein zweites Mal gut gefüllt, sehr gut sogar.

Nun könnte man meinen, dass heutzutage niemand mehr Lieder wie „Nun will der Lenz uns grüßen“ oder „Wenn alle Brünnlein fließen“ kennt oder gar singen will, doch das Gegenteil ist der Fall: ich war erstaunt, dass neben dem begeisterten Stammpublikum so viele junge Menschen in der Kirche waren, und so viele von weit her. Dass unser Posaunenchor unter der Leitung von Michael Eutebach überdurchschnittlich gut ist, hat sich herumgesprochen. Und wenn Konfirmanden dort neben Jubilaren, die bereits etliche Jahrzehnte dabei sind, virtuos musizieren, birgt das einen besonderen Reiz für die Zuhörer!

Einfühlsam wurde wieder durch Double U, die beiden wunderbar verschiedenen Moderatoren „Ulli“ und „Ulf“, durch das Programm geführt und der versammelte Laienchor kam volltönend genau an den richtigen Stellen zum Einsatz, wie gewohnt (ich glaube sogar, wir werden jedes Jahr besser!).

Meine persönlichen Favoriten unter den Stücken (Geh aus mein Herz und Weißt Du wie viel Sternlein stehen) stellen für die versierten Musiker mit Sicherheit keine große Herausforderung mehr dar. Doch auch weitaus anspruchsvollere Stücke wie Wochenend und Sonnenschein und der australische No1-Hit Moskau von eben jener Gruppe Dschingis Khan wurden mit derselben Perfektion dargeboten. Das begeisterte einmal mehr das Publikum. Was für ein gelungener Frühlingsabend:

 

Fruehlingskonzert2015

" Fremd und geheimnisvoll..."

 

 

Danke, HippoBrass!

Euer Fan Dorit

 

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