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Bläser von HippoBrass unterstützt Musikprojekt in Namibia und Botswana

(mars) 13 Bläserinnen und Bläser aus verschiedenen Landeskirchen in Deutschland, darunter Peter-Manuel Maschke von HippoBrass Amelinghausen, gingen im Mai auf Konzertreise nach Namibia und ins südliche Afrika. Vor Ort wollten sie mit weiteren 24 einheimischen Bläsern gemeinsam proben, sich über die verschiedenen Länder austauschen, Konzerte spielen und Gottesdienste feiern. Ihre Reise führte sie unter anderem nach Swakopmund, Windhoek, Maun und Gaborone.

Die Posaunenchorarbeit in Namibia und Botswana hat eine besondere Geschichte, die durch den Missionar Friedrich Schneider geprägt ist, der zur Zeit der Apartheid sowohl in Namibia, als auch in Botswana Posaunenchöre gründete und damit trotz der politischen Situation das christliche Zusammenleben zwischen der schwarzen und der weißen Bevölkerung förderte. Peter-Manuel Maschke hörte von dem Musikprojekt und bat spontan um Sachspenden, wie Notenmaterial und Notenständer, die HippoBrass dann auch seinem engagierten Bläser gern zur Verfügung stellte. An der Reise sind verschiedene Kirchen beteiligt; die Leitung hat Pastorin Anne-Lisa Hein von der Braunschweigischen Landeskirche sowie Gerson Friedemann Awaseb-Schilling aus der Ev. Luth. Kirche Namibias. Die Flüge von deutscher Seite sind privat finanziert, und das gemeinsame Musizieren vor Ort wird durch Spenden unterstützt.

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 Bläserinnen und Bläser international unterwegs. Hintere Reihe, 3. v. l.: Peter-Manuel Maschke von HippoBrass aus Amelinghausen

 

(usp) Peter-Manuel Maschke wohnt in Amelinghausen und arbeitet in Göttingen. Er spielt bei HippoBRASS und dem Posaunenchor der Christuskirche in Göttingen mit. Dort hat er Anne-Lena Hein kennengelernt, die die Namibia-Reise organisiert. In einem Gespräch mit Peter-Manuel hat Pastorin Hein von ihrem Vikariat in Swakopmund und ihren tollen Erfahrungen dort berichtet und wie schön es wäre, mit einer Gruppe deutscher Bläserinnen und Bläser nach Namibia zu reisen. Die Frage von Peter-Manuel: „Was hält uns davon ab? Lass uns das doch mal planen!“ war dann die Initialzündung, dieses Vorhaben zu realisieren.

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Das Unternehmen vereint nicht nur 37 Musikerinnen und Musiker aus den drei Ländern Botswana, Deutschland und Namibia, sondern verbindet auch fünf verschiedene evangelisch-lutherische Kirchen (Braunschweigische Landeskirche, Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia, Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia, Evangelical Lutheran Church in Southern Africa und Hannoversche Landeskirche).

Die Posaunenchorarbeit lebt von und durch die Menschen, die sie tun. Darin unterscheidet sich das südliche Afrika nicht von Deutschland. Allerdings haben wir den großen Vorteil in einem Land zu leben, in dem seit mehr als siebzig Jahren Frieden herrscht, das ein funktionierendes Sozialsystem hat und in dem es der Mehrheit der Bevölkerung wirtschaftlich gut geht. Für uns ist ein Notenständer schnell beschafft, und wir müssen in der Regel nicht dafür sparen. Auch Noten können sofort gekauft werden und kosten nicht übermäßig viel. In Afrika sieht das ganz anders aus. Das durchschnittliche Jahreseinkommen lag 2017 in Namibia bei rund 10.000,00 EUR bei einer Inflationsrate von über 6 %. Knapp 29 % der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze, und ein Drittel der arbeitsfähigen Einwohner ist arbeitslos. Vor diesem Hintergrund sind Spenden und unsere persönliche Unterstützung richtig und wichtig – sei es in Form von Geld- und/oder Sachspenden oder durch die direkte Unterstützung, wie sie von Peter-Manuel und seinen 12 Begleiterinnen und Begleitern erbracht wird.

Ulf-Steffen Porath (usp), Obmann HippoBRASS

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 im Bild von links nach rechts: Werner Meyer, Hermann Meyer, Sabine Wetzel, Katja Ahlers, Peter-Manuel Maschke, Manfred Bütow

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  • Die Seite wurde zuletzt geändert am Donnerstag, 13.06.2019, 13:13.